Epilepsie-Diagnostik: Was tun nach dem ersten Krampfanfall? | Nervennahrung Podcast 076
Show notes
In dieser Episode des Podcasts „Nervennahrung“ sprechen Host Prof. Mathias Mäurer und Prof. Hajo Hamer über die zentralen Säulen bei der Epilepsie-Diagnostik. Welche klinischen Fallstricke gibt es bei der Anamnese und wann ist welche Therapie indiziert? | Nervennahrung 076
Folgende Themen werden im Verlauf des Gesprächs zwischen Prof. Hajo Hamer und Prof. Mathias Mäurer angesprochen:
- (00:00) Intro & Begrüßung
- (02:30) Anamnese: Welche Fragen weisen den Weg?
- (03:54) Labordiagnostik: CK, Prolaktin & Laktat
- (05:59) Akute Bildgebung: MRT vs. CT
- (07:57) EEG-Diagnostik: Das entscheidende 24h-Zeitfenster
- (11:25) Gelegenheitsanfall vs. akut symptomatischer Anfall
- (15:10) Gibt es verlässliche MRT-Marker für die Diagnose?
- (15:50) First-Line-Therapie: Lamotrigin vs. Levetiracetam
- (20:35) Lumbalpunktion: Standard oder Einzelfallentscheidung?
- (21:37) Sozialmedizin: Fahrverbot und Aufklärungspflichten
- (25:29) Outro
Unser Archiv sowie weitere Episoden des Podcasts finden Sie zudem unter: https://fachportal.roche.de/services/podcasts/nervennahrung-fuer-neurologen.html
Diese Aufzeichnung stammt vom 22.06.2026. Die nächste reguläre Episode erscheint voraussichtlich am 01.10.2026.
Produktion und Schnitt: Patrick Aust
Bei unserem Nervennahrung-Podcast handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wieder, den sie nach bestem Wissen und Gewissen mit uns und Ihnen teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren keine Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden!
Show transcript
00:00:10: MRT, MRT.
00:00:12: Gut gemachtes MRT ist die Standardpfeiler einer Epilepsiediagnose, eine EC-Eindiagnose.
00:00:19: Auch EG macht einem die Diagnose!
00:00:21: Die MRT klärt ein, die Ethologie wenn es denn zu klären ist in einer Weltgebung.
00:00:36: Das war die Stimme unseres heutigen Gastes Prof.
00:00:38: Hayohama vom Universitätsklinikum Erlangen dem Leiter des Epilezietzentrums der Neurologischen Klinik Und damit begrüße ich Sie zu einer neuen Folge unseres Podcastes Nervennahrung, dem Podcast von Neurologen führt Neurologo.
00:00:51: Mein Name ist Matthias Meurerer und ich bin Chefarzt der neurologischen Klinik am Klinikum Würzburg-Mitte und zusammen mit meinem Kollegen Tobias Ruck, dem Direktor der Neurologe Universitätsklinik Bergmaßheim Buchum moderiere ich diesen Podcast zu spannenden und aktuellen Themen der klinischen Neuroologie.
00:01:05: Wir haben zwar tatsächlich schon über viele Themen der klinischen Neurologie in diesem Podcast gesprochen, aber tatsächlich haben wir das Thema Epileptologie bisher etwas vernachlässigt.
00:01:14: Und angesichts dieser Tatsache dass es sich hier um eines der großen Themen der Klinische Neurologie handelt ist das ungut und wir haben definitiv Nachholbedarf.
00:01:21: Und da freut es mich, dass wir heute mit einem ausgewiesen Experten auf diesen Feld gewinnen konnten!
00:01:26: Haio Hammer hat seine wissenschaftliche Karriere nach Offen teilten in Bonn und Cleveland an der Universität Marburg fortgesetzt, wo er vor seinem Wechsel nach Erlangen zuletzt stellvertretender Klinikdirektor war.
00:01:44: Zählt neben wenigen anderen Einrichtungen Deutschlands zu den Epilepsizentren der höchsten Versorgungsstufe und bietet eine umfassende Diagnostik- und Therapie für Epilepzien, andere Allfasserkrankungen inklusive der preoperativen Epilebsidiagnostika sowie der Epilepsychioregie an.
00:02:00: Wir werden es natürlich nicht schaffen das Thema Umfasse zu besprechen – wahrscheinlich ist es eher der Auftakt zur weiteren Folgen!
00:02:06: Umso mehr freue ich mich aber dass wir heute in das Thema einsteigen können, um meine Grundlage für weitere Spreche zu legen….
00:02:14: Ja, lieber Harjo.
00:02:15: Herzlich willkommen im Podcast Nervenahung!
00:02:17: Schön, dass du da bist.
00:02:19: Hallo?
00:02:19: Schön, das ich hier sein darf.
00:02:22: Wir wollen uns heute ein bisschen über Epilepsie unterhalten.
00:02:25: Im Übrigen die erste Folge, die wir zur Epilepsy überhaupt in dem Podcast machen.
00:02:29: und
00:02:29: weil wir die erste Folge machen lassen es doch eigentlich mit der Management des ersten zerebralen Krampfernfalls anfangen.
00:02:35: Das ist ja vielleicht auch was Assistenten häufig begegnet, dass einfach jemand eingeliefert wird mit der Diagnose Verdacht auf zerebralen Krampfernfall.
00:02:43: Ich würde dich eigentlich ganz gerne fragen, wenn du das hörst Verdacht auf zerebralen Krampfenfall.
00:02:47: Was achtest du als Experte?
00:02:48: Das ist
00:02:51: natürlich eine prinzipielle komplexe Frage die aber am Anfang einfach beginnt.
00:02:56: Anamnese fremd, anamnene, ananamele, fremde Amnese.
00:02:59: Es kommt zwar gerade jetzt vor wenigen Wochen der Studie heraus, die gesagt hat auch die Fremdanamnase ist nicht die Stein des Weißens trotzdem bleibt sie unser Standard sozusagen.
00:03:12: Wichtig dabei ist, Alex die richtigen Fragen zu stellen.
00:03:14: Falsche Frage wäre wie lang hat es gedauert?
00:03:18: Jede Sekunde eines epileptischen Anfalls dehnt sich extrem.
00:03:22: Wenn geliebte Ehefrau im Bett einen Anfall hat wird der liebente Ehemann sozusagen oder ehe partner muss man ja sagen die zeit des zeitgitter störung erleiden sozusagen aber trotzdem augen auf augen geschlossen tonisch-klonig automatismen version aura hinterher kopfschmerzen nach einem ein zwei tagen musikata all das sind ganz ganz wichtige fragen die einem helf nummer eins und dann zu den lösungen kommen wir wahrscheinlich gleich machen müssen
00:03:54: Ja, leg doch gleich einfach weiter los.
00:03:56: Bei dir liegt und du hast das verifiziert über die Anamnese?
00:04:00: Was folgt dann, was macht man?
00:04:03: Noch immer schon wie vor dreihundertfünfzig Jahren.
00:04:06: Das stimmt nicht ganz.
00:04:08: Es gibt jetzt drei Pfeiler der Diagnose, die auf die gleich zu sprechen kommen.
00:04:15: Wichtig wäre mir noch mal ganz kurz, dass man ja immer so sucht gerade in Notfallaufnahme.
00:04:23: Hat man irgendeinen Labor-Test, der einen jetzt sagt Mann das war doch ein epileptischer Anfall ja oder nein?
00:04:29: Das war lange die CK.
00:04:31: Früher war es noch das Prolaktin.
00:04:32: Das Prolactin geht auch hoch bei dissoziativen Anfällen, zum Beispiel mögliche durch eine repetitive Reizung der Brustwarze
00:04:38: z.B.,
00:04:39: also ist ein schwieriger Parameter.
00:04:41: muss man nach vierundzwanzig Stunden zur gleichen Zeit nochmal abnehmen und so weiter.
00:04:44: Ist mehr oder weniger Praxis mehr oder eher draußen?
00:04:47: CK ist noch immer drinnen.
00:04:49: dabei muss man aber wissen dass die CK erst nach einem bis zwei möglichst drei Tagen einen bis zwei Tage ansteigt und nur spezifisch ist für einen bilateral oder generositronischen Anfall.
00:05:01: Da steigt die gut an, natürlich wenn man stürzt und sich verletzt, steigt ja auch an.
00:05:06: Aber bei dem klassischen Anwalt wird der Anfall mit gestörktem Bewusstsein und Innerhalten oder Euratismen.
00:05:11: da steigt logischerweise die CK nicht an.
00:05:15: Der Parameter den wir jetzt alle springen ist das Lactat in der venösen BGA.
00:05:22: Das Lactate steigt schön an in den Stunden nach dem Anfall fällt dann wieder ab.
00:05:29: Und man kann es in der venösen BGA sehr gut bestimmen, Point of Care wie das heißt sozusagen und man kann's gleich bestimmen muss nicht warten.
00:05:37: im Gegenteil ein paar Stunden ist es wieder abgeflaut.
00:05:39: aber beim Laktat gilt dasselbe wie bei der CK.
00:05:43: Das ist vor allem spezifisch für einen bilateral oder genetotonisch-klonischen Anfall und Nicht so Spezifische oder kaum oder gar nicht spezifik für einen nicht tonisch-tonischen Anfall sozusagen.
00:05:59: Ja, sehr interessant das mit dem Prolaktin.
00:06:01: Das ist interessant dass es eigentlich raus ist so ein bisschen...
00:06:04: Es ist aufwendiges teuer.
00:06:05: ...wird ja immer noch irgendwie doch Flächendeckung
00:06:07: machen.
00:06:07: Ja genau, ja bitte immer noch.
00:06:09: Ist auch prinzipiell möglich?
00:06:10: Ist nur komplex!
00:06:12: Wie sieht's mit Bildgebung aus in der Situation?
00:06:14: Bildgebungen,
00:06:14: Bildgebunk, genau zwei Dinge.
00:06:16: ich als Epilektologe erstens Ein Ja zweitens ein Nein.
00:06:20: Ja MRT, MRT , MRT.
00:06:23: Gut gemachtes EMRT ist die Standardpfeiler einer Epilepsiediagnose, eine ECI Diagnose.
00:06:31: Wir kommen gleich aufs EEG ja auch.
00:06:33: EEG macht einem die Diagnese.
00:06:35: Die EMR T klärt einen die Ethologie wenn es denn zu klären ist in einer Bildgebung sozusagen.
00:06:42: Jetzt das war das Ja!
00:06:43: Dabei ist gar nicht so warte nicht wichtig.
00:06:45: wir kommen gleich beim EEG.
00:06:46: und beim Labur haben wir es ja schon gesagt, wann der das MRT macht.
00:06:50: Das muss zeitnah sein natürlich.
00:06:52: Würdest du denn das CT noch vorschalten?
00:06:54: Ja genau!
00:06:55: Das Nein ist das CT wobei das stimmt nicht.
00:06:59: Nicht so undifferenziert In haste den ersten epileptischen Anfall, dann wirst du natürlich einen CT ganz schnell machen.
00:07:07: Du willst es ja ein akutsymptomatischer Anfall so nicht übersehen ICB, Tumor was auch immer you name it sozusagen.
00:07:16: also SAP das willst du nicht tun.
00:07:19: Was will ich nein zum CT sagen?
00:07:21: sind diese wahnsinnigen repetitiven CTs die diese Menschen anschoppen?
00:07:25: Ja, das kommt der fünftzehnte Anfall heute früh wieder.
00:07:28: Ich sage eine Satz in der Not- oder Frühkonferenz.
00:07:31: Dem geht es gut.
00:07:33: Epilepsie ist seit fünfzehn Jahren bekannt hat ein Anfall hatten Kopf an Praal ja kriegt das Fünfzehntet City Irgendwas sind die blind um das Flapp sich zu sagen.
00:07:42: Die Korni erhält das nicht lange aus wenn man den Brut muss nicht rausnimmt und sie haben ein Messbares zwar sehr klein aber messbar erhöhtes Karzinomrisiko, wenn die Menschen zick CTs im Leben anschauen.
00:07:57: Also erst der epileptische Einführer hat mir gesagt da ist ein CT-Standard.
00:08:03: Aber beim zehnten Anfall, ja?
00:08:06: Wenn der Patient, die Patientin vor dir sitzt wieder im Status Ante ist brauchst du eigentlich und neurologisch unauffällig ist natürlich, brauchst Du kein zehntes CT!
00:08:16: Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt.
00:08:18: Aber beim ersten natürlich CT MRT eigentlich Standard um äthologisch auch weiterzukommen.
00:08:23: Absolut richtig!
00:08:24: Kannst du trotzdem nochmal zum EEG kommentieren?
00:08:26: Also wann sollte man das machen und wann ist der beste Zeitpunkt?
00:08:29: weil ehrlicherweise man sieht ja häufig nicht so viel.
00:08:33: Also ja ja nein.
00:08:36: also Du hast recht die Mehrheit der EEGs Direkt nach einem ersten epileptischen Anfall wird sozusagen negativ sein.
00:08:45: Da wird keine epilepsie-typischen Potenziale zeigen, das heißt aber in Mehrheit.
00:08:51: Das heißt ungefährens sagen wir mal dreißig Prozent der EEG ist.
00:08:54: die sind positiv.
00:08:56: und dann hast du natürlich eine ganz andere Art den ersten epilepticen Anfall auch mit dem Betroffenen zu besprechen.
00:09:02: häufig fürchten sich die Menschen oder glauben an die Diagnose an den Epilepsie nicht, dann hast du die Überlegung.
00:09:10: Erst der epileptische Anfall musst ja nicht unbedingt therapieren wenn kein Hinweis auf Epilepsy ist.
00:09:15: Hast ein EG positiv in dem Drittel?
00:09:17: Dann hast du diese Frage schon beantwortet!
00:09:20: Nummer eins Nummer zwei steigt die Sensitivität der Reihenepilepsin, also der nachvollen Epilepsier an so bis zu sechzig-achtzig Prozent.
00:09:31: Aber du hast recht es gibt Menschen mit einer klaren Epilepsy, die auch beim zehnten Routine EEG, gibt natürlich andere Arten des EEGs keine epilepsie typischen Potenziale zeigen.
00:09:44: Nummer eins.
00:09:44: Nummer zwei ist vielleicht ganz kurz.
00:09:46: noch einen Satz zum Zeitpunkt das ja unser alles Problem der Ressourcen Das ein epileptischer Anfall löst ETPs im EEG aus.
00:09:58: Es ist nicht andersrum, dass es eine Steigung gerade bei vokalen Epilepsien, genau so mag das etwas anders sein, dass bei der vokale Epilepsy immer häufig werden in ETP's und dann kommt irgendwann der Anfall.
00:10:10: Sondern es ist andersrum!
00:10:11: Es kommt noch nicht gut verstandenen Gründen zu dem Zeitpunkt des epileptischen Anfalls und hinterher sieht man häufiger ETP'S im EEGE.
00:10:21: Ergo Und da ist das Fenster ein maximal zwei Tage.
00:10:25: Das heißt also, im ersten Tag nach dem epileptischen Anfall in EEG zu machen hat eine deutlich höhere Sensitivität als am fünften Tag.
00:10:34: und jetzt kommt das Ressourcenproblem wie bei uns allen.
00:10:37: Bei dir vielleicht ähnlicher wie bei wir.
00:10:40: Hat der Menschen Freitag oder Samstagfrühen, der hat freiternachten epileptische Anfall?
00:10:45: Das erste EEG-Wand er bekommt ist Motorvoretag!
00:10:49: wenn der stationär aufgenommen wird.
00:10:51: Und dann ist diese sensible Fenster oder sensitive Fenster schon vorbei, das ist die Tendenz geht jetzt dahin aber es noch lange nicht da so so quick and dirty EEGs zu machen.
00:11:03: vier Kanal wird in der NFA einfach über so eine Haube draufgesetzt.
00:11:09: Das muss gar nicht so sehr sein ob's irgendwie generalisiert oder vokales oder wo sondern es gibt ETP.
00:11:14: ja nein weil das gibt uns ja therapeutisch oder diagnostisch.
00:11:17: erst mal ein Hinweis Da sind wir aber noch lange nicht.
00:11:20: Aber da gibt es die ersten Systeme, die auch zum Einsatz kommen.
00:11:26: Jetzt ist es ja so wenn das der erste Anfall ist... Die Diagnose Epilepsie hat schon eine gewisse Tragweite und viele sträuben sich auch dagegen die Diagnosen zu stellen.
00:11:36: Was sind Entträger, wo man sagen kann, ja da greift vielleicht noch dieser alte Begriff des Gelegenheitsanfalls.
00:11:41: Den mögt ihr glaube ich nicht mehr so gerne in der Epileptologie?
00:11:44: Ja!
00:11:45: Der Gelegenheit-Anfall ist ein etwas unscharfer Begriff, deswegen haben wir den sogar ein bisschen ausgetauscht.
00:11:51: Einmal gibt es einen akutsymptomatischen Anfall.
00:11:54: Das ist ein Anfall, der innerhalb einer Woche eine akuten Hirnverletzung oder aufgetreten ist.
00:12:03: Typischer kennen wir alle, ne?
00:12:06: Hörnerfakt oder Indizierer Blutung, die manifestiert sich durch den epileptischen Anfall.
00:12:11: Oder wie auch immer Schädel-Hürntrauma – das ist dann früher ein perakuter epileptischer Anfall wenn es denn einer ist.
00:12:20: Da müssen jetzt doch über die Zahl Sechzig reden!
00:12:25: Die Zahl Sechszig sind in der Beginnenden Epilepsie eine eine Landmarke, sozusagen.
00:12:30: Wie sieben zu eins ging es auch.
00:12:36: Eine Epilepsie ist definiert in der Epileptologengemeinde wenn das Rezidiefrisiko über sechzig Prozent Klammer auf in den nächsten zehn Jahren ansteigt.
00:12:47: und ein akutsymptomatischer Anfall hat einen Rezidi-Frisiko von sagen wir mal wirklich fast immer zwischen zwanzig und dreißig Prozent stark erhöht, aber reißt nicht die sechzigprozentige Marke.
00:13:00: Also ist ein kurz symptomatischer Anfall.
00:13:02: Früher einen Teil der Gelegenheitsanfall keine Epilepsie.
00:13:06: Jetzt kommt es zu den provozierten Anfällen.
00:13:10: Die provozierte Anfälle sind in epileptologischen Sprach gebraucht.
00:13:14: Die Anfelle hat der Mensch eine Epilepsy und der Zeitpunkt warum der Anfall dort auftritt wurde provoziert.
00:13:24: Das ist zum Beispiel, er hat eine Epilepsie.
00:13:28: Ist gut eingestellt, lässt zwei Tage die Medikamente weg, hat einen Anfall.
00:13:32: Dann war das ein provozierter Anfall aber im Rahmen einer Grunderkrankung und das heißt früher eben auch als Gelegenheitsanfall so subsumiert wurde.
00:13:40: und wir probieren es jetzt zu trennen weil da zwei verschiedene Dinge sind.
00:13:44: Und das hast den ersten epileptischen Anfall.
00:13:46: musste das gut trennen?
00:13:48: Ist das ne beginnende Epilepsy vielleicht eben getriggert durch Schlafentzug und Alkoholgenuss.
00:13:55: Aber man provoziert, weil er wird in der Epilepsie entwickeln oder es ist nach kurzem zu dem falschen Anfall durch Schlafenzug und Alkerholgenuss.
00:14:03: das ist für einen Menschen, der keine Epilepsy hat super, super schwer.
00:14:09: Also
00:14:09: das heißt eigentlich wenn sowas passiert.
00:14:12: da muss schon ziemlich viel zusammenkommen dass man wirklich sagt, das ist provozierend in dem Fall.
00:14:16: Ja wo du sagst genau Im Sinne einer akutsymptomalischen Anfall-Schlafentzug.
00:14:22: Und da hilft das EEG wieder in die Mehrheit aller Menschen mit dieses typische Situationen, junger Erwachsener
00:14:30: usw.,
00:14:32: wenn diese Situation in den nächsten EGs EtPs haben und deswegen wird das EEg dann wieder wichtig.
00:14:37: Dann hast du nämlich Schlafentzugsalkohol und positives EEG und dann bist du aufpropozierte Anfall im Rahmen der beginnenden Epilepsie.
00:14:46: Dann hast du nämlich diese ETPs im EEG steigern, nämlich dein Epilepsierisiko oder ein weiteres Anwaltsrisiko deutlich über sechzehn Prozent Ergo-Diagnosekriterien.
00:14:57: Obwohl der vielleicht provoziert war, hat er trotzdem einen hohes Risiko irgendwann auch unprovozierte Anfälle zu generieren.
00:15:06: Deswegen Diagnose Kriterie und Epilepsy Und deswegen dann auch Therapien, die dazu.
00:15:11: Jetzt ist es ja mit dem EEG sehr spezifisch.
00:15:14: in diesem Fall gibt's denn auch MRT-Marker wo du sagen würdest ohja das läuft auf einer letztlich gleiche Symptomatik raus.
00:15:21: Gleichwertigkeit und Risiko steigern über sechzig Prozent
00:15:25: Eigentlich nicht.
00:15:27: Es gab ja früher, es gibt im Stadte so Dufusionsstörungen... ...es gibt diese Hyperperfusion in den Schlaganfall CTs,... ...die wir dann immer sehen und sagen, ah, es könnte ein Anfall gewesen sein!
00:15:38: Aber die Spezifität ist so schlecht, dass man auf einer Hyperperfußion im CT keine Epilepsidiagnose nach MIME dafür halten aufbauen kann.
00:15:50: Jetzt ist natürlich die große Frage... Was macht man mit dem Patienten?
00:15:54: Wie therapiert man ihn, therapieren wir den überhaupt.
00:15:57: Wie gehst du vor?
00:15:58: Also habe ich eine beginnende Epilepsie.
00:16:01: Erster epileptische Anfall erhöht das Rezedivrisiko.
00:16:04: Das sind zwei Situationen ehrlich gesagt.
00:16:06: Die machen erstens erster epilepticer Anfall plus ETPs im EEG in der Regel genortisierte ETP's oder was die in englischen Literatur so ein bisschen sehr plastisch gefasst haben.
00:16:21: Remote Symptomatic Seizure, ein erster epilepsischer Anfall der auf eine etwas zurückliegende Hilferletzung zu beziehen ist.
00:16:29: Etwas heißt nach den Statuten sozusagen eine Woche ja?
00:16:33: In der Regel aber es sind ein paar Wochen Monate.
00:16:37: Bei posttraumatischen Epilepsien kann das auch mal ein Jahrzehnt sein zwischen Trauma und erst der epileptische Anfall.
00:16:43: Aber nebenbei die klassische Situation, die wir ja fast alle, die in der NFA Kontakt haben sehen... Schlachanfall sage ich mal ganz flapsig vor drei Monaten jetzt erst der Epileptisch Anfall!
00:16:54: Das ist egal wie das EEG aussieht.
00:16:56: Das ist ein Remote Symptatik Sieger, das ist eine Epilepsie und dann heißt es behandeln.
00:17:02: Und jetzt kommt was ich mal... Ich habe meinen Vortrag gehalten den hab' ich betätet.
00:17:06: der KEPRA Reflex In der NFA, natürlich eher auf der Stroke-Unit oder wo auch immer kannst du nicht so schnell NEIN schreien wie der zweitausend Milligramm Leviterazetamintos hat sozusagen.
00:17:20: Was nicht falsch ist nur vielleicht nicht die einzige Möglichkeit hier vorzugehen.
00:17:29: Lamotrigin ist das Mittel der ersten Wahl bei einer Initialmonotherapie.
00:17:41: Das ist in der Leitlinie, aber das ist auch gut evidenzbasiert.
00:17:44: Da stehe ich auch absolut dahinter!
00:17:46: So jetzt hat Lamotrigin das Problem wie wir alle wissen langsam eindussieren Dress Steven Johnson und so weiter wo wir Angst haben oder später sind wir in einem angenommenen therapeutischen Bereich.
00:18:08: Da zitiere ich immer eine Studie, wo ich Co-Autor war.
00:18:10: Die war supergebeist!
00:18:13: Die hieß La Limo, Lamotrigin versus Levitera Zetam in der Initialmonotherapie.
00:18:20: Das primäre Endpunkt halte ich fest Anfallsfreiheit nach sechs Wochen weil wir wollten genau sagen wahrscheinlich ist es gleich all along aber wenn überhaupt ist nur im ersten zwei Monaten ein Unterschied.
00:18:34: die Studie war negativ Weil es gar nicht gesagt ist, dass jemand, der einen ersten Epilepsischen Anfall hat gleich mit wöchentlichen Anfallsfrequenz reagiert.
00:18:45: Zweitens können niedrige Dosierungen bereits wirken!
00:18:48: Deswegen darf man auch den Mut haben, Laumotogen einzudosen.
00:18:54: in diese Situation.
00:18:54: zwei langsam... ...vielundzwanzig Milligramm steigert alle zwei Wochen, was weiß ich?
00:18:58: Hundert Milligrammen.
00:18:59: Das Problem jetzt weiterer Probleme und deswegen sagen mir viele Notfallärzte das machen die.
00:19:04: Aber sie haben Sorge, dass das die Patientinnen und Patienten umsetzen.
00:19:08: Ist dann die Erfahrung?
00:19:09: Dann kommen Sie wieder nach einem halben Jahr und haben immer noch Fünfzig Milligramm.
00:19:16: Ich sag ja nicht, dass es die Allzweckwaffe ist!
00:19:18: Es sagt nur, dass der Reflex Levitera Zetan einstudieren so nicht richtig ist... ich würde's mal so charakterisieren bei Levitra Zetana zahlt für die Zeche hinten.
00:19:30: Du machst zweitausend Millimeter und ziehst weiter fertig.
00:19:34: In vier Monaten sitzt du bei mir gelassenen Kolleginnen und Kollegen, ist depressiv, sediert aggressiv und musst das Mülle umstellen.
00:19:40: Langmuttergin zahlst du die Zeche vorne.
00:19:43: Du musst sie ein bisschen ums EKG kümmern, du musst schauen dass der Eindosionsplan verstanden ist.
00:19:48: Du hast die ... musst auf die Allergie bis hin achten
00:19:52: usw.,
00:19:52: aber wenn das Ding mal drin ist sehr gut wirksam und sehr gut verträglich.
00:19:57: Also das heißt ganz klares Wutung für Lammotrigin als fast Kleintherapie und nicht unbedingt... Ja,
00:20:02: ganz weit wird differenziert.
00:20:04: Es geht dann, ne?
00:20:04: Differenziert schauen wir.
00:20:06: Nicht immer Levitärztetan, sondern überlegen!
00:20:08: Und minn ich denke mal wenn man sich das überlegt würde man vielleicht auch fifty-fifty kommen.
00:20:13: aber jetzt ist es fünfundneunzig fünf sozusagen.
00:20:16: Ja gut die Einfachheit macht das halt sozusagen die Kuh vom Eis hat.
00:20:20: Man ist
00:20:21: drin, man hat das Gefühl wunderbar, er ist geschützt kann nach Hause alles gut wobei die meisten Menschen mit epileptischen Anfall, ihr habt zu Recht über Lumpal-Punktionen und so haben wir doch gleich gesprochen, stationär aufgenommen werden für nixens fünf ein zwei Tage wenn sich...
00:20:34: Lass uns dabei kurz bleiben, Lumpalkunktion gehört für dich mit dazu?
00:20:38: Nein, jein differenziert.
00:20:40: also wenn der Patient die Patientin nach dem epileptischem Anfall wieder komplett normal vor dir steht und du gar keinen klinischen Anzeichen hast auf eine Encephalitis, dann muss es nicht zwingend sein.
00:20:56: Ich glaube dass die Hemmschwelle eine Lobarpunktion zu machen niedrig sein muss weil wir keine vor allem behandelbare Encephthalitis übersehen wollen.
00:21:08: aber Das riesige Chance, das der eine Enzivalitis hat.
00:21:11: Wenn er nachher wird schon ein, zwei Stunden später wo ihr vor dir sitzt komplett normal ist kein Fieber hat keine Nackensteife, keine Sedierung, keine Verwirrtheit gar nichts.
00:21:23: Ist ja quasi null in Anführungszeichen so dass man sich den Global-Punktion glaub ich dann auch verzichten kann.
00:21:30: die Situation aber noch mal Die Hemmschwelle sollte niedrig sein.
00:21:34: wenn irgend verdacht ist dann sollte man es natürlich machen.
00:21:36: So als letzten Punkt, wenn ich dich noch dazu fragen darfst du natürlich diese Lebensumstände die sich vielleicht dann für den Patienten umgeben.
00:21:44: Also wie sieht es mit Fahrverbot und eben auch Regeln fürs tägliche Leben aus?
00:21:48: Das gibst du denen da noch mit.
00:21:50: also erstens das wichtigste Ich gebe ihm was mit!
00:21:54: Ich lasse ihn damit nicht allein.
00:21:56: ja die sozialen Kurszenzen wird diesen betroffen.
00:21:58: wir sind immens oder können.
00:22:00: in der Regel sind sie immens gerade wenn wir über jemandem ländlichen Raum leben reden.
00:22:06: In Berlin mag das etwas anders sein, also auf keinen Fall zwei Dinge vergessen erst mal psychiatrische Komobilität Depression und so weiter aber vor allem sozialen Konsequenzen.
00:22:16: und da muss man zwei Dinge drei Dinge adressieren.
00:22:21: Aller vorweg in aller Munde sind die Begutachtungsleitlinien zur Kraftvereignung, Fahreignung.
00:22:27: Und das ist also auch eine der Probleme mit der Diagnose.
00:22:30: Hast du einen ersten epileptischen Anfall ohne Hinweis auf Epilepsie?
00:22:32: Bist du mit sechs Monaten Fahrpause dabei?
00:22:35: Hast ne beginnende Epilepsy mit Therapie, wobei die Therapie gar nicht so wichtig ist für die Leitlinen, haste zwölf Monate und da bist du dann als Behannterinnen-Behandler auch häufig ein bisschen nähergerissen.
00:22:48: Bin ich es wirklich... Auf der anderen Seite, was häufig in Situationen sehe, dass jemand behandelt.
00:22:54: Aber
00:22:55: dann trotzdem nur sechs Monate gibt!
00:22:57: Das ist ein bisschen unlogisch, ne?
00:22:59: Du behandelst es in Epilepsie und hast einen ersten Anfall.
00:23:01: Behandelst du nicht.
00:23:02: Also unprovozierten ohne Hinweis auf Epilepsy.
00:23:05: Aber das ist echt komplex.
00:23:07: Das ist superkomplex aber ich versuche bei der Diagnose zu bleiben.
00:23:11: Zunächst einmal die medizinische Geschichte zu klären.
00:23:13: Aber ihn dann nicht alleine lassen.
00:23:16: Wir haben das, die Schöne hat ja in Bayern dass wir in jedem Bezirk eine Epilepsie Beratungsstelle geben.
00:23:22: Es gibt da gibt es... Das ist ein super Formular Wust aber es gibt Möglichkeiten das sozusagen Ja das Auszugleichen der Hilfe anzubieten.
00:23:34: und wenn ich Menschen, die viel häufig meine Epilepsy Ambulanz sehe.
00:23:40: Wenn ich die Nach einem Jahr später Frage, du bist ein riesiges Loch gefallen danach.
00:23:45: Wie geht es dir denn jetzt?
00:23:46: Haben die im Allermeisten sich irgendwie daraus gearbeitet sozusagen?
00:23:54: Also das ist eine nicht der BFZ bereitgestellt ist auch für Beruf.
00:23:59: Dann auch wichtig, die Epilepsieberatungsstelle.
00:24:01: Da geht es ja dann wirklich auf... da gibt's ja nicht dieses Begutachtungsleitlinien sondern da gibt´s nur ein Wort diese DGUV Informationsschrift zu Hundertfünfzig Null Null Eins.
00:24:11: Deutsche gesetzliche Unfallversicherung, Informations schrift zuhundertfünftig Nullnull Eins relativ leicht zu lesen und gibt dann gute Leitliniewesen im Hof.
00:24:19: weitergeht.
00:24:19: in aller Regel geht es Zumindest viele Tätigkeiten, nicht in aller Regel.
00:24:24: Aber es geht häufig, die Ziele berufsfähig zu halten.
00:24:29: und drittens halt solche Dinge wie Nichtschwimmen, jetzt auch gerade wieder eine Studie herausgekommen – forty-fünf Prozent aller Todesfälle durchertrinken bei aktiver Epilepsie geschehen in der Badewanne!
00:24:43: Also ich ertrick in der Badewanne.
00:24:45: Klappt für die Älteren unter uns Rudi Dutschke, der wahrscheinlich im Bad an einer symptomatischen Anfall, also ein Maschenäplizie gestorben ist.
00:24:53: und nicht gefährliche Sportarten sporen auf alle Fälle aber nicht gefährlichen Sportarten und eben nicht auf Leitern gerüsten oder an Maschinen mit rotierenden Teilen.
00:25:02: Also das Wichtigste ist, den Patienten zu begleiten.
00:25:04: Ja Jo, ich sage vielen Dank für diese Einblicke!
00:25:08: Ich glaube wir könnten noch mehrere Folgen machen sollten.
00:25:10: das wahrscheinlich auch weil jetzt haben wir gerade mal so den ersten Einstieg gehabt in die Epileptologie und da kommt ja noch vieles mehr.
00:25:18: aber ich danke dir für diese wirklich sehr systematische Aufarbeitung wie man mit so einem Patienten mit erstmalem Bramphand voll umgeht.
00:25:24: Vielen Dank!
00:25:25: Ja und
00:25:29: damit wären wir wieder am Ende unseres Podcasts Nervennahrung, dem Infopodcast von Neurologen für Neurologen.
00:25:35: Wenn Ihnen Euch die Folge gefallen hat dann empfehlt uns bitte weiter!
00:25:38: Diese und weitere Folgen rund um das Thema der klinischen Neuroologie finden Sie findet Ihr auf den Gängen Podcast-Portalen.
00:25:45: Mein Name ist Matthias Meurer und ich wünsche Ihnen... Ich wünsche euch eine gute Woche
00:25:49: bis demnächst.