Die Junge Neurologie: Partizipation auf höchster Ebene | Nervennahrung 069

Show notes

In dieser Episode sprechen Prof. Tobias Ruck und Dr. Constanze Weber, Sprecherin der Jungen Neurologie über den Stellenwert und die Einflussmöglichkeiten der Nachwuchsorganisation der DGN. Warum ist aktive Einflussnahme nötig? Welche Möglichkeiten der Partizipation bietet die Junge Neurologie? und wohin entwickelt sich das Fachgebiet in Zukunft? | Nervennahrung 069

Folgende Themen werden im Verlauf des Gesprächs zwischen Dr. Constanze Weber und Prof. Tobias Ruck angesprochen:

  • (00:00) Intro
  • (00:35) Vorstellung Dr. Constanze Weber, neue Sprecherin der Jungen Neurologie
  • (01:25) Was ist die Junge Neurologie?
  • (02:13) Der “Alltag”: Aktivitäten & Engagement
  • (04:59) Berufspolitik: Warum mitmachen?
  • (06:45) Positionspapiere & Einfluss der Jungen Neurologie
  • (09:39) Konkrete Angebote & Mitgliedschaft
  • (11:18) Herausforderungen der jungen Generation
  • (12:25) Neurologie im Wandel: Die Konsequenzen
  • (15:30) Ambulantisierung & nötige Weiterbildung
  • (18:15) Die Zukunft der Jungen Neurologie
  • (19:26) Internationalität & Diversity
  • (21:40) Fazit & Outro

Weiterführende Infos und Input finden Sie hier:

Unser Archiv sowie weitere Episoden des Podcasts finden Sie zudem unter: https://fachportal.roche.de/services/podcasts/nervennahrung-fuer-neurologen.html

Diese Aufzeichnung stammt vom 06.05.2026. Die nächste reguläre Episode erscheint am 25.06.2026.

Produzent: Patrick Aust

Bei unserem Nervennahrung-Podcast handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit uns und Ihnen teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden!

Show transcript

00:00:10: Wir organisieren auch ein Weiterbildungstage.

00:00:12: Wir machen ganz viel Programmengestaltung, überlegen welche Themen sind redervant?

00:00:17: Was kommt vielleicht auch mal im klinischen Alltag inhaltlich zu kurz und sollte noch einmal aufgegriffen werden.

00:00:22: aber wir begleiten natürlich auch die DGN-Inhaltlichkeit das heißt wir wären auch in aller Entscheidung mit eingebunden und befragt.

00:00:36: Das war die Stimme unseres heutigen Gastes Frau Dr.

00:00:39: Weber.

00:00:40: Mit ihr spreche ich heute zum Thema jungen Neurologie Generation YZ oder was auch immer.

00:00:46: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Rorsch-Nervennahung-Podcast, dem Podcast von Neurologen für Neurologe.

00:00:53: In diesem Podcast sprechen mein Kollege Prof.

00:00:55: Matthias Meurer aus Würzburg und ich zweilwöchentlich im Wechsel zu interessanten aktuellen Themen der Neuroologie.

00:01:01: Mein heutiger Gast ist wie gesagt Frau Dr.

00:01:03: Weber aus Dresden.

00:01:06: Sie ist Sprecherin der jungen Neurologie und zusätzlich Fachärztin an der Uniklinik Dresden.

00:01:12: Eingeladen habe ich sie zum Thema junge Neurologie, ich freue mich sehr darüber Sie heute zu Gast zu haben.

00:01:25: Ja Frau Weber schön dass Sie da sind.

00:01:27: wir wollen uns heute mal über die junge Neurologie unterhalten und natürlich auch so über die jungen Neurologe innen wenn man das so will.

00:01:35: vielleicht steigen Sie einfach mal ein.

00:01:36: was ist denn eine junge Neuralogie überhaupt?

00:01:39: Die junge Neurologie ist die Nachwuchsgesellschaft oder eine Nachwuchsoganisation der Fachgesellschaft.

00:01:44: Wir sind also Teil der DGN und vertreten die ganz jungen Neuroloben, das heißt vom Studium aufwärts bis hin zur Weiterbildungszeit.

00:01:54: Und wir sind eine recht aktive Truppe bunt gemischt aus der gesamten Bundesrepublik.

00:01:59: Unsere Ziele sind natürlich, dass wir einmal die Juden vertreten aber auch Angebote schaffen, die eben nützlich sind und die auch genau die Themen adressieren, die die jüngere Generation bewegt.

00:02:13: Das hört sich erst mal sehr gut an, aber auch ein bisschen abstrakt.

00:02:15: also wie kann man sich da so den Alltag vorstellen?

00:02:18: Was macht man denn da so?

00:02:19: Genau in der Jungen Neurologie können oder wir treffen uns regelmäßig, das machen wir meistens in Präsenz zweimal im Jahr und eines unserer Haupt Themenbereiche ist die Kongressplanung.

00:02:31: Denn wir können einen großen Teil des DGN-Kongresses jedes Jahr ausgestalten mit den Themen, die wir für richtig und wichtig halten und deswegen ist ein großer Teil unserer Arbeit die Konkrestplanung.

00:02:42: aber werden natürlich auch noch andere Dinge zum Beispiel solche Sachen wie Summer Schools also Vertiefungswochen, die in verschiedenen Städten in Deutschland stattfinden, wo man von der PIKA auf Neurologie lernen und erfahren kann an universitären Standorten.

00:02:58: Aber wir organisieren auch einen Weiterbildungstage.

00:03:01: Wir machen ganz viel Programmengestaltung überlegen welche Themen sind relevant was kommt vielleicht auch mal im klinischen Alltag inhaltlich zu kurz und sollte nochmal aufgegriffen werden.

00:03:11: und da solche Programmen Gestaltungen machen wir, aber wir begleiten natürlich auch die DGN inhaltlich.

00:03:18: Das heißt ich bin ja jetzt Sprecherin der Jungen Neurologie und bin als solche auch korruptiertes Präsidiumsmitglied.

00:03:24: Das heisst wie werden alle Entscheidungen mit eingebunden und befragt?

00:03:28: Wir haben so jetzt kein aktives Stimmenrecht da drin, aber das fühlt sich überhaupt nicht so an denn es ist schon wichtig was wir sagen unsere Stimme zählt trotzdem, obwohl wir jetzt vielleicht nicht aktiv die Hand heben müssen.

00:03:43: Wir halten das relativ offen.

00:03:46: Das heißt, jeder der ein guter Projektidee hat, der sich irgendwo beteiligen will kann ganz einfach zu uns stoßen.

00:03:52: Das gelingt immer am Einfachsten über unser Weiterbildungsnetzwerk.

00:03:55: Es ist ein lockeres Netzwerk für Assistentinnen in Erweiterbildungszeit und die können dann Projekte entweder ins Leben rufen oder sich den bestehenden Arbeitsgruppen anschließen, zum Beispiel Arbeitsgruppe Forschung oder Austausch oder Fortbildung und dort Themen selbst gestalten.

00:04:15: Und dann gibt es bei uns keine Hierarchien.

00:04:18: ich als Sprecherin vertrete zwar nach außen aber wir alle sind gleichberechtigt und können eigene Projekten haben oder sich eben den Bekannten schon anschließen.

00:04:29: Auch gerufspolitisch sind vertreten, zum Beispiel im Bündnis Jungen Ärzte und Ärzter.

00:04:34: Und können da auch eine berufspolitische Stimme haben.

00:04:38: Das heißt wir können Positionspapiere mitgestalten oder auf Ausrichten wie die inhaltliche berufspolitische Arbeit in Zukunft sein soll.

00:04:48: Da gibt es sehr vielfältige Möglichkeiten des Engagements.

00:04:52: ganz schwierig das runterzubrechen.

00:04:54: Man muss

00:04:54: es sowieso immer selbst erleben und das ist natürlich schon der Aufruf hier Ja, Berufspolitik hört sich natürlich immer so an besser nicht.

00:05:03: Aber wie sind Sie denn eigentlich dazu gekommen?

00:05:06: Und was würden sie sagen?

00:05:07: Warum sollte man das eigentlich machen?

00:05:09: Also... Bei mir fing es tatsächlich an mit meiner Tätigkeit als Assistentensprecher bei uns in der Klinik.

00:05:17: Ich hatte das Gefühl, dass viel gemäckert wird oder geschimpft wird aber wenig Einfluss genommen wird oder gestaltet wird.

00:05:24: und da habe ich dann angefangen einfach...

00:05:28: Man

00:05:28: müsste mal!

00:05:29: Aber man muss es auch tun.

00:05:31: deswegen bin ich dann Assistenten-Sprecherin geworden.

00:05:37: Aber der Standort Dresden hat eine Summer School, eine DE, ein Summer School.

00:05:41: Ich bin dann in das Organisationsteam dort gekommen und so auch in die Kerngruppe der jungen Neurologie.

00:05:49: Und dann ging es relativ schnell dass Tätigkeiten übertragen werden konnten weil ich eben viel Interesse hatte und allen.

00:05:57: Punkt ist eben die Berufspolitik Und das Bündnis, junge Ärztinnen und Ärzte ist halt im Zusammenschluss der Nachwuchsorganisation der Fachgesellschaften.

00:06:05: Und dort habe ich dann angefangen die DGN zu vertreten.

00:06:08: Das war sozusagen eines der ersten Schritte Richtung Berufspolitik.

00:06:13: Das hört sich erst mal so trocken an, aber tatsächlich ist es sehr spannend.

00:06:18: Und vor allem kann man da ganz schnell merken, dass wenn man sehr zeitig da reinschnuppert, sehr schnell ein Verständnis für die Akteure im Gesundheitswesen bekommt und dann auch weiß, wen man zum Beispiel mit bestimmten Vorschlägen oder auf Forderungen adressieren muss.

00:06:33: Ich glaube das ist immer sehr empfehlenswert, wenn man tatsächlich in die Gestaltung kommen möchte.

00:06:40: Erziehen wir noch ein bisschen Trocken an!

00:06:42: Sie müssen noch mehr Werderung machen, finde ich.

00:06:44: Also was bewegt man dann?

00:06:47: und wie sieht das vielleicht so konkret aus?

00:06:50: Weil wenn man noch nie dabei war... also ich stimme Ihnen da vollkommen zu.

00:06:54: natürlich mit den Jahren ist immer mehr drin und merkt dann auf dass man so ganz andere Hebel hat und aus dem man müsste mal dann auch mal was ja nachtmal wird.

00:07:07: aber

00:07:10: Am Anfang so einer Arbeit steht ja erst mal die... Die Gemeinschaft.

00:07:14: Also man trifft sich dann mit Leuten, die haben ähnliche Probleme wie man selber und dann kommt man in den Diskussionsprozess.

00:07:20: Und als das wichtigste Thema oder das ausschlaggebende Thema was uns alle beschäftigt ist immer die Weiterbildung oder die Weiterbildungsordnung oder wie Weiterbildung zum Beispiel qualitativ hochwertig erfolgen kann und was dazu fehlt.

00:07:34: Dann haben wir vor Jahren – das ist jetzt glaube ich drei Jahre her – zum Beispiel ein sehr ausführliches Positionspapier dazu geschrieben.

00:07:42: auch erst mal trocken, aber wenn man sich einmal hinsetzt und gemeinsam überlegt was brauchen wir denn damit wir am Ende gute Fachärzte und Fachärzte werden.

00:07:51: Und das einmal niederschreibt Bundesministerium für Gesundheit schickt oder an die Landesärztekammer.

00:07:58: Und dann kriegt man Rückmeldungen und stellt zum Beispiel dann in vorderlandes Ärztekamer, oder wie meine Kollegin auf dem deutschen Ärzte-Tag das Positionspapier vor.

00:08:07: Das wird dann an den Antrag der im Deutschen Ärzten-Tage sozusagen durchgeht, wird es als Anlage angehängt.

00:08:13: Das ist eine extreme Wertschätzung für die eigene Arbeit.

00:08:16: Man merkt richtig, man kann im Zentrum der Gesundheitspolitik seine Meinung, seine Ideen Man muss sich, glaube ich, ein bisschen von dem Gedanken verabschieden.

00:08:27: Das ist einfache Benennen der Probleme und der persönlichen Lösungsvorschläge dann zu einer Veränderung führt.

00:08:33: aber so ist es eben wenn man irgendwann mal für sich so anerkannt hat das dauert alles etwas in der Politik und trotzdem mit Engagement und Interesse dabei bleibt Dann bekommt man immer mehr eine größere Einflussphäre.

00:08:47: Und tatsächlich passiert's auch dass manchmal Leute auf einen zukommen aus der Gesundheitspolitik und fragen, wie siehst du das?

00:08:55: Und kannst du dazu mal Stellung nehmen.

00:08:57: Das ist glaube ich so die größte Wertschätzung, die man bekommen kann.

00:09:00: und dann ist man auch da hingekommen dass man wirklich gestalten kann.

00:09:05: Am Anfang ist immer zwar die Unzufriedenheit aber aus sehr muss man sich Befreien.

00:09:11: Und das ist nicht so, dass man dann eine Wunschabfüllung bekommt sofort aber man ist auf dem Weg dahin und kann aktiv eingreifen.

00:09:21: Das ist ein sehr empauerndes Gefühl und ganz toll zu erleben als junger Mensch so schnell so viele Möglichkeiten der Einflussnahme zu kriegen.

00:09:34: Jetzt würde ich auch mitmachen!

00:09:38: Kämmer vielleicht noch mal zu den Angeboten zurück, sie haben gesagt Summer School und verschiedenes anderes.

00:09:44: Vielleicht nehmen Sie uns nochmal ein bisschen mit was das so konkret ist wie das abläuft wie man da hinkommt.

00:09:50: muss man Mitglied der jungen Neurologen überhaupt sein oder kann man sich auch anmelden?

00:09:55: Man kann sich natürlich so anmelden.

00:09:57: Also als Gast ist man überall sofort dabei, man muss auch nicht Mitglied der DGN sein um dort teilnehmen zu können.

00:10:03: das wie mit dem Kongress ist auf der Weiterbildungstag oder die Summer Schools einfach offen.

00:10:08: Die Anmeldel links sind sehr einfach auf der DGM Website zu finden.

00:10:13: wir könnt ihr gerne in die Show Notes packen damit jeder sich da selber nochmal durchklicken kann.

00:10:18: Das ist also sehr niederschwellig Und das heißt, man muss eigentlich sich nur anmelden und dabei sein.

00:10:24: Und das Tolle ist dass die Angebote muss man auch sagen erschwinglich sind und tatsächlich auch der Weiterbildungstag ganz nicht umsonst sondern kostenlos ist.

00:10:34: Und dadurch wirklich für jedermann zugänglich – das ist ganz entscheidend!

00:10:40: extrem gut angenommen, muss man sagen.

00:10:42: Der wird extrem gut angenommen.

00:10:43: also wir haben auch dieses Jahr schon über hundert Anmeldungen deutlich über hundert Anmeltung und das werden sicherlich noch mehr während denn der ist jetzt Mitte Juni in Köln Und die meisten Anmellungen trudeln dann doch recht kurzfristig ein.

00:10:56: wenn man den Dienstplan kennt kann man sich dann anmelden.

00:10:59: Ja mit eines der großen Probleme auch natürlich der jungen Neurologin und NeurologeInnen Aber vielleicht Gucken wir auch noch mal genau dahin, weil es ja auch ... wenn man in der Karriere voranschreitet.

00:11:14: Man hat halt einfach andere Probleme, andere Perspektiven.

00:11:17: so ist das.

00:11:18: Was ist denn so gerade dringend für die jungen Generationen?

00:11:21: Ist die Neurologie auf dem richtigen Weg?

00:11:23: Ist sie komplett fernab von dem Weg wo sie hin sollte?

00:11:26: was sind so Wünsche Perspektive?

00:11:30: Das ist eine schöne Frage.

00:11:32: Ist die auf den Weg oder fernab?

00:11:33: Und natürlich ist sie auf dem Weg, das beantworte ich jetzt nicht nur weil ich DGN mitglied bin sondern wir haben Also meinen Vorgänger, der Herr Johannes Piel, unser vorheriger Sprecher hat eine ganz tolle Umfrage gemacht.

00:11:48: Wo es einfach mal um die Arbeitsbelastung der jungen Neurologen und Neuroloben ging.

00:11:52: Und ich finde das ist ganz für die Fachgesellschaft und fürs Fach spricht dass man diese Probleme ernst nimmt und dass man auch das Bewusstsein hat da nachzuhagen und nachzufragen.

00:12:03: Und leider war es so, dass die Ergebnisse nicht so zufriedenstellend waren wie wir uns das vielleicht erhofft hatten.

00:12:11: viele junge Kolleginnen und Kollegen ein starkes Belastungserleben berichten.

00:12:15: Aber der Punkt ist ja, dass man erst mal erkennen muss, das man als Fach da Unterstützungsbedarf hat und dann kann man auch entsprechend reagieren.

00:12:25: weil ich finde die Neurologie ist halt ein extrem spannendes Fach.

00:12:28: denn als ich noch überlegt habe Neurologe zu werden, da wurde mir immer gesagt ja möchtest du das überhaupt machen?

00:12:34: Das ist ja nur das Beschreiben von Krankheiten und tun kannst du sowieso nichts!

00:12:38: Genau,

00:12:41: ne?

00:12:42: Und da sind wir ja weit davon entfernt.

00:12:45: Wir haben uns wirklich zu einem Fach mit einem akutmedizinischen und intensiv medizinischen Schwerpunkt entwickelt können ganz viel machen und nicht nur in der Intensiv- und Akutmedizin sondern auch zum Beispiel bei einer muskulären Erkrankung sind wir ganz vorne dabei die Entwicklung nachzuvollziehen.

00:13:00: Neurologie, demenzen

00:13:01: jetzt auch endlich mal irgendwas zumindest.

00:13:04: Und deswegen sind wir ein total spannendes Fach, weil wir eben jetzt diese Probleme sehen in der Notfall der Intensivmedizin und vielleicht auch mit einem größeren Bewusstsein darauf zugehen.

00:13:16: Weil wir das eben unser Fach mehr integrieren jetzt.

00:13:20: Das ist sehr spannend als Person sich in so einem sehr dynamischen Fach zu entwickeln und eine große Breite kennenzulernen.

00:13:32: eben diese Offenheit in der Fachgesellschaft besteht.

00:13:35: Sehr schnell solche Probleme, die vielleicht mit eben so einer Veränderung des Fachseinherrigen zu erkennen, zu adressieren und da sind wir als junge Neurologinnen und Neuroloben total dabei dass wir eben versuchen ein Verständnis dazu führt dafür zu entwickeln, dass sich unser Fach geändert hat und das wir vielleicht eine andere Unterstützung aber auch eine andere Kommunikationsform im Alltag brauchen.

00:13:59: Und eine andere Führungskultur die eben darauf ausgelegt ist, dass man diese neuen Belastungen erkennt und mit den jungen Leuten zusammenarbeitet um eben längerfristige Beeinträchtigungen durch zu hohe Belastungsspitzen im Berufsalltag zu verhindern.

00:14:16: Deswegen finde ich mein Fach nicht nur inhaltlich ganz toll, sondern auch wie damit gearbeitet wird mit der inhaltlichen Breite und der Entwicklung.

00:14:25: Das finde ich ganz spannend schön anzusehen, wie viel man da auch als junger Mensch Einfluss nehmen kann.

00:14:32: Denn alleine durch diese Befragung sind wir jetzt auch soweit das wir schon überlegen.

00:14:38: was sind denn da Möglichkeiten dem entgegenzuwirken dass sich eben junge Kolleginnen und Kollegen in der Notaufnahme auf der Intensivstation belastet fühlen und werden da auch demnächst dazu etwas veröffentlichen.

00:14:50: Da sind wir noch Work and Progress sozusagen.

00:14:53: Ja.

00:14:54: also ich muss sagen Natürlich bin ich schon ein bisschen länger dabei, als sie nicht ewig lang länger dabei.

00:14:59: Aber man merkt das die Arbeitsbelastung wird auch tatsächlich deutlich mehr.

00:15:04: Man sieht es in den Notaufnahmen.

00:15:06: Das ist ja zwanzig dreißig Prozent des Gesamtaufkommens häufig und Konzilen noch nicht mit reingezielt?

00:15:13: Ja!

00:15:13: Das ist extrem viel.

00:15:14: Die Bevölkerung wird natürlich älter und damit werden wir immer wichtiger was natürlich gut ist aber auch mit einer deutlich mehr an Arbeitsbelasting eben einher geht und viele Herausforderungen bringt wie auch Ambulantisierung.

00:15:28: Vielleicht

00:15:29: gehen wir da ganz kurz darauf ein, weil ich das selber auch ganz spannend finde, weil es natürlich unsere Ausbildung auch maximal verändern wird, weil einfach vieles an Krankheitsbildern gar nicht mehr stattso näher behandelt, diagnostiziert wird.

00:15:44: Wie sehen Sie das?

00:15:45: Wie gehen wir mit der Herausforderung?

00:15:47: Also das ist tatsächlich eine sehr große Herausforderung.

00:15:50: Die brauchen wir auch nicht kleinreden, weil das wird politisch schon vorangetrieben dass es alles jetzt also nicht alles aber viele Krankheitsbilder sehr schnell ambulant stattfinden werden und wir haben leider nicht ausreichend Wie soll ich sagen, Antworten darauf wie das in der Weiterbildung sich widerspiegeln soll.

00:16:08: Also leider wird bei diesen ganzen Prozessen wenig mitgedacht dass ja die Personen auch ausgebildet werden müssen, die dann am Ende die Krankheitsbilder behandeln und ein großes Problem wirklich ist, dass die Ambulante oder die Weiterbildung im ambulanten Bereich gar nicht gegen finanziert ist.

00:16:24: es gibt zwar Fördermöglichkeiten aber diese sind bei beiden nicht bedarfsdeckend.

00:16:30: Und was ich finde, was wir unbedingt vermeiden müssen auch mir als Fach ist das eine Ausbildungslücke entsteht.

00:16:41: Es geht nicht nur rein um die Versorgungslücke sondern es vor allem auch eine Weiterbildungslücke entsteht weil wenn nicht weitergebildet wird kommt's im schlimmsten Fall wirklich zu einem Kompetenzverlust.

00:16:50: und da sehe schon gerade die Jugend als Stimme dafür, für eine gute Finanzierung zu kämpfen und auch gerade die ganzen Themen wie Weiterbildungsverbünde stark nach vorn zu treiben.

00:17:06: Es wird höchstwahrscheinlich so werden in Zukunft das eben nicht ein Krankenhaus – auch wenn es größer ist – nicht alles weiterbilden kann?

00:17:13: und deswegen Partner braucht.

00:17:15: Und besser ist es, wir fangen jetzt damit an uns zu überlegen wie das funktionieren kann als wenn dann tatsächlich die Ambulantisierung durchgeführt ist weil dann kommt's eben zu diesem Kompetenzverlust.

00:17:26: im blödesten und schlimmsten Fall nicht nur die Jugend, aber die Jugend gefordert da ihre Interessen stark zu vertreten.

00:17:35: Aber alle anderen gesundheitspolitischen Akteure auch.

00:17:38: also wir antworten ja häufig leider auf politische Rahmenbedingungen, die geschaffen werden und dürfen dann darauf reagieren.

00:17:47: und das ist in dem Moment ein bisschen wirkliches Problem geworden weil wieder so ein bisschen eine galoppierende Veränderung sehen und da recht schnell darauf reagieren müssten.

00:17:57: Und leider muss ich sagen bisher noch nicht die Antworten gegeben wurden, die ich hören will nämlich eine flächendeckende Finanzierung der ambulanten Weiterbildung.

00:18:06: Ja also natürlich sind Herausforderungen auch immer etwas Schönes denn daraus kann natürlich mehr werden, etwas größeres entstehen, etwas besseren zu entstehen.

00:18:15: Bleiben wir vielleicht mal genau auf dieser positiven Schiene.

00:18:19: Wo sehen Sie die junge Neurologie?

00:18:21: Sie kennen die klassische Frage, zwanzig dreißig oder fünfunddreißig.

00:18:24: Keine Ahnung.

00:18:26: was haben sie sich vorgenommen in der Gruppe?

00:18:29: Was sind vielleicht neue Projekte Perspektiven?

00:18:32: Wo soll das denn alles digital?

00:18:34: keine Ahnung?

00:18:36: Gehen wir sonst ein bisschen mit?

00:18:37: Ja also digital ist sicherlich ein Punkt aber nicht der Einzige.

00:18:41: Also ich denke Wir sollten, was wir gerade angesprochen haben nicht mehr so in diesen Sektoren grenzend denken sondern die Neurologie als Fach sehr breit betrachten.

00:18:54: Und Neurologee sollte überall möglich sein und Ausbildung in der Neuro- logie sollte ebenfalls möglich sein.

00:19:00: Wichtig ist natürlich auch das was wir vorhin angesprochen hatten.

00:19:04: Das finde ich ganz entscheidend!

00:19:06: Dadurch, dass wir mehr behandeln können.

00:19:08: Dass die Patienten älter werden, kommen wir auch ganz stark an ethische Fragestellungen und diese ethischen Frageställung, die können natürlich auch schwierig sein für junge Neurologen.

00:19:18: Ich denke da müssen wir Antworten finden und gute Ideen haben wie wir uns da als Fach weiterentwickeln wollen.

00:19:26: Und ein ganz großer Punkt wo ich auch jetzt Zukunft denke ich vermehrt auch hinarbeiten möchte ist Wir haben eine ganz hohen Prozentsatz an Kollegen Kollegen, die aus dem Ausland zu uns kommen und die medizinische Versorgung in Deutschland zu großen Teilen stemmen.

00:19:42: Und mir ist es wirklich ein wichtiges Anliegen dass sie sich in der Neurologie jetzt in unserem Fach Willkommen Geheißen fühlen und dort auch Möglichkeiten haben das sie ihren Berufsstart recht einfach und gut meistern können, sich da wohlfühlen und ihren Schwerpunkt in der Neurologie finden können.

00:19:59: Und auch in Deutschland.

00:20:01: Das ist ein wichtiger Punkt.

00:20:02: Da haben wir Projekte entwickelt wie vor dem Weiterbildungstag, findet einen Teaching-Tag statt für die Neurologe in Deutschland den wir ganz wichtig finden.

00:20:12: Das sind so die Punkte.

00:20:13: Die junge Neurologo wird diverser werden.

00:20:15: Wir wären internationaler hier in Deutschland Und sozusagen auch divers im Arbeitsumfeld.

00:20:21: Das wird eine total krasse Herausforderung, das alles zusammenzuhalten.

00:20:25: Aber wenn das gelingt, würde es ein ganz wunderbares Arbeiten werden in Zukunft.

00:20:32: blühende Zukunft für die Neurologie und junge Neurolobia da auch.

00:20:35: Auf jeden Fall!

00:20:37: Das Fach entwickelt sich, wir entwickeln uns mit und ich denke das wird ganz wunderbar klappen weil die jungen Köpfe, die gestalten wollen sind ja da.

00:20:45: Wir sind ja eine aktive Truppe und werden die Ideen einfach immer weiter tragen und dranbleiben Und wir wären gehört und können gestalten.

00:20:54: Ja ich muss sagen Ich bereue die Fachwahl auch immer noch keinen einzigen Tag.

00:21:00: Ich spüre so ein bisschen bei dieses ähnlich.

00:21:03: Ich bin zufällig in die Neurologie geputscht.

00:21:05: Ich hatte das überlegt, das eben zu werben eventuell und dann habe ich den, sag' ich mal besten Arbeitsvertrag in meiner Klinik bekommen und dachte ja dann wird's jetzt die Neurologie!

00:21:15: Und ich bereue tatsächlich bis heute nie diese Fachwahl.

00:21:18: also ich bin sozusagen nicht überzeugte Neurologe seit dem Studium wie manche meiner Kolleginnen und Kollegen an der jungen Neurologien sondern bin recht später dazugekommen.

00:21:27: aber ich bereu es keine Minute.

00:21:28: Ich arbeite wirklich sehr gern in dem Bereich.

00:21:31: Liebe auf den zweiten Blick!

00:21:35: Sehr gut, ja Frau Brüwer wie schon angekündigt es ist immer wahnsinnig schnell vorbei diese zwanzig Minuten.

00:21:42: das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:21:44: vielen Dank für ihre Einsichten und natürlich hoffen wir dass das zutrifft was wir so dahingelegt haben dass die neurologie weiter gedeiht und wir freuen uns da extrem natürlich auch auf die idee der jungen leute.

00:22:00: Vielen Dank.

00:22:00: Ja, vielen Dank fürs Gespräch!

00:22:03: Das war also eine weitere Episode des Rosh Nervenhauen Podcasts.

00:22:06: Danke nochmal an Dr.

00:22:08: Weber.

00:22:09: Sie finden unseren Podcast auf allen gängigen Plattformen wie beispielsweise Apple, Spotify aber ebenfalls auf dem Rosh-Fachbottlalen.

00:22:17: Wir freuen uns sehr bei einer positive Bewertung.

00:22:19: wir sind dann in ca.

00:22:20: zwei Wochen wieder da Dann wie gesagt mit meinen Kollegen Professor Meurer aus Würzburg.

00:22:24: Vielen Dank und Tschüss.